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 Vereinschronik

Am 10.03.1958 trafen sich elf Frauen und Männer im Café Fecher, um einen weiteren Verein in Niedernberg zu gründen, den "Niedernberger Carnevalverein". War es doch die ganze Zeit so, dass Mitglieder der Ortsvereine, die in der närrischen Zeit Tanzveranstaltungen hatten, an den närrischen Tagen maskiert durch den Ort zogen, um für diese zu werben. Jetzt sollte die Fasenacht  in einen geordneten Rahmen gebracht werden. Als "Dummer-Buben-Verein" am Anfang verspottet, sollten die Lästermäuler in der Folgezeit eines Besseren belehrt werden. Unter der Vorstandschaft von „Anderl“ Hytha veranstaltete man bereits 1 Jahr später eine Faschingssitzung im Saal des Gasthauses "Zur Linde".
Der Elferrat in selbstgenähten Mützen, sieben männliche Gardisten sowie die ersten sechs Gardemädchen geleiteten Präsident Rolf Lehmann in die überfüllte „Narrhalla“.
In Begleitung der Niedernberger Bürger wurde beim Rathaussturm der Bürgermeister zur Aufgabe gezwungen. Schlüsselgewalt bis Aschermittwoch im Honischland hatte somit zum ersten Mal der NCV.
Besonders viel Arbeit machte man sich beim ersten Karnevalsumzug, der von einigen Niedernberger Vereinen stets bestens unterstützt war. Gleichzeitig wurde mit dem ersten Prinzenpaar, Friedel I. und Hannelore I., eine Tradition eingeführt, die bis heute ungebrochen blieb.
Von 1958 bis 1964 wechselte der 1.Vorstand jährlich. Andreas Hytha, Engelbert Fecher, Rolf Lehmann, Hubert Hesbacher, Michael Klement und Arthur Wenzel begleiteten dieses damals schwierige Amt.
Trotzdem konnte man beruhigt der nächsten Kampagne entgegensehen. Bei der Generalversammlung im Februar 1959 wurde jeder erste Mittwoch im Monat als Versammlungstermin festgelegt. Der Monatsbeitrag betrug 1,- DM. Man war auch bemüht, außerhalb der Faschingszeit sich der Öffentlichkeit zu präsentieren, so zum ersten Mal beim Heimat- und Wasserfest. Zur Tradition wurde die Feier zum "Elften im Elften".
In der Folgezeit war durch gute Organisation, dank des 1. Vorsitzenden Andreas Hytha eine steigende Tendenz im NCV zu verzeichnen. 1960 wurden bereits zwei Prunksitzungen gehalten. Dank der gekonnten Weise der damaligen Büttenstars, das Publikum mit viel Humor und Witz zu begeistern, waren alle Sitzungen meist ausverkauft. Somit war auch die finanzielle Lage des jungen Vereins weitgehend sichergestellt, so dass für die nahe Zukunft Orden sowie Elferrats-Mützen endlich gekauft und nicht wie bisher selbst gefertigt wurden.
In der Kampagne 1962/63 konnten zum ersten Mal fünf Gardemädchen ihr tänzerisches Können auf der Bühne beweisen. Im Februar 1964 übernahm Rudi Klug als Kapitän das "Honischer Narrenschiff". Ganze dreißig Mitglieder standen ihm zur Verfügung. Alsbald wurde die Jugend aktiviert, so dass wir schon in der nächsten Kampagne mit einer neuen männlichen Garde aufwarten konnten. Zum ersten Mal fanden unsere Sitzungen im Jugendheim statt. Mit viel Übersicht führte Josef Kufner von 1964 bis 1966 als Präsident durch ein reichhaltiges Programm.
Auf Initiative von Ludwig Ritter (MdL) wurde1964 von den Carneval-Vereinen aus Mömlingen, Niedernberg, Kleinwallstadt, Hausen und Trennfurt der Kreisnarrenring Obernburg gegründet.
Zur 1. Kreissitzung in der Frankenhalle in Erlenbach, veranstaltet durch die Kreisnarrenringvereine, konnten sich unsere Akteure bestens auszeichnen. Viel Lob erhielt unsere Garde mit einem schmissigen Gardetanz. (Von 1964 bis 1976 wurden die Tänze von Brunhilde Nebel-Gratzer einstudiert. Von 1977 bis 1980 studierte Irmi Sollorz (geb. Klement) die Tänze ein.) Die optimale Gestaltung der Bühne oblag Ernst Schlett, Franz Gratzer und Franz Schindler, der immer durch hervorragende Ideen unsere Bühne zur Attraktion werden ließ.

Prinzenwecken

Mit Prinz Robert I. und Prinzessin Henriette I. wurde eine Tradition eingeführt: Das "Prinzenpaarwecken", welches in seiner Größenordnung einmalig am ganzen Untermain ist.
Höhepunkt der Kampagne 1965/66 war unser Faschingszug, der die "Honischer Fasenacht" in origineller Weise verkörperte.
Langsam kristallisierte es sich heraus, dass wir doch vieles dazu gelernt hatten. Besonders die Gestaltung unserer Sitzungen wurde dem teilweise doch kritischen Publikum gerecht. Das erstmals durchgeführte Sommernachtsfest im Jahre 1966 fand sehr großen Anklang. Hier zeigte es sich, dass ein Karnevalverein auch außerhalb der Saison bei der breiten Bevölkerung Zuspruch findet. Den Beweis erhielten wir beim 11-jährigen Jubiläumsfest, welches 1969 auf dem Gelände neben der Fa. Gollas gefeiert wurde.
Während der folgenden Faschingszeit konnten unsere Akteure große Erfolge bei unseren Freundschaftsvereinen verzeichnen. Man denke an die Gastsitzungen in Rück-Schippach, Stockstadt/Rhein sowie später zweimal in Laufach. Auch hier konnten wir mit unserem kompletten Programm das Publikum begeistern. In unserer Heimatgemeinde selbst arbeiteten wir auch sportlichen Zielen entgegen. Hier wäre besonders zu erwähnen das Fußballspiel Geschäftswelt, verstärkt durch den Gemeinderat, gegen den NCV, wobei die Zuschauer ihre Lachmuskeln echt strapazierten.
Großen Zuspruch fand jahrelang der seit 1963 bestehende NCV-Lumpenball. Man hatte bald ein Niveau erreicht, man denke an die Karnevalsumzüge, ebenso die Sitzungen, die von Jahr zu Jahr farbenprächtiger und größer wurden. Dies kam nicht von ungefähr! Man hatte einen jungen Präsidenten gewählt, der mit viel Geschick und gewandten Reden die Sitzungen leitete. Auch bei der Organisation der Umzüge war Robert Klement eine tragende Persönlichkeit. Nicht nur wir, auch die Karnevalvereine, die dem Kreiskarnevalring Obernburg angeschlossen waren, sahen keine andere Möglichkeit für die Zukunft, die Einigkeit besser demonstrieren zu können, als in einem gemeinschaftlichen Kreiszug. 1970 wurde Niedernberg der 1. Kreiszug zugesprochen.
Man hatte etwas Neues, oh Schreck! Im Honischland nur alle drei Jahre einen Umzug - nie! So war die Meinung der karnevalistisch verwöhnten Bevölkerung und einiger Mitglieder. Nie! so blieb die Meinung bis fünf Minuten vor dem Umzug. Fünf Minuten nach dem 1. Kreiskarnevalszug, siehe da, was Mainz am Rhein, war plötzlich Niedernberg am Main. Unter diesem Motto ging es in der neuen Kampagne zum ersten Mal in die Schulturnhalle. Auch in dieser Hinsicht konnten wir mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein. Die Sitzungen wurden bald zu großen Ereignissen.
Der erstmals durchgeführte Altennachmittag in Form einer Minisitzung fand damals wie heute großen Zuspruch bei den älteren Mitbewohnern. Auch der Besuch des Prinzenpaares mit seinem Hofstaat im Kindergarten sowie in den Krankenhäusern Aschaffenburg und Erlenbach waren immer eine gute Sache.
Auch der 1972 neu gewählte 1. Vorsitzende Walter Sollorz wusste seine Mitglieder zu begeistern. So wurde während seiner Amtszeit eine Vereinssatzung ausgearbeitet, so dass wir seit Januar 1973 beim Amtsgericht im Register eingetragen sind. An den folgenden Sitzungen konnten wir zum ersten Mal mit drei Tanzgarden aufwarten.
Der 2. Kreiszug im Jahre 1973, der durch die festlich geschmückten Straßen unseres Ortes führte, brachte ca. 15.000 Menschen ins Honischland. Es hatte sich mittlerweile herumgesprochen, dass Honischer nicht geizen mit heißem Apfelwein und selbstgebackenen Kreppel, wofür wir der Bevölkerung recht herzlich danken.

Das NCV-Männerballett und die „Honisch - Girls“

Am 15. Geburtstag unseres Vereines im Jahre 1973, verbunden mit einem Sommernachtsfest, wurde unser ehemaliger Vorsitzender Rudi Klug zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Im gleichen Jahr trat auch Robert Klement aus persönlichen Gründen als Präsident zurück. Als neuer Präsident wurde Josef Kufner gewählt. Mit eines der größten Ereignisse war das erstmals auftretende Männerballett in der Kampagne 1974/75. Ebenfalls Premiere feierten die später weit über die Grenzen Niedernbergs bekannten "Honisch-Girls".
Heinz Roth wurde 1976 zum neuen Präsidenten gewählt. Er löste Josef Kufner als Präsident ab.

Die NCV- Sänger

Seit etlichen Jahren schon wurden die Sitzungen von einer Gesangsgruppe des Männergesangvereins umrahmt. Im Jahre 1975 traten an dieser Stelle zum ersten Mal unsere NCV-Sänger auf. 14 junge Männer zeigten, dass man mit gutem Gesang und gekonnten Schaueinlagen eine jede Sitzung, die dem Ende zugeht, nochmals zum Höhepunkt bringen kann.
Bei der Generalversammlung im Jahre 1978 wurde Günther Eickhoff zum 1. Vorsitzenden gewählt. Im selben Jahr konnte der NCV mit Stolz seine Gardemädchen in neuen Uniformen dem Publikum präsentieren. Um für den Nachwuchs in unseren Reihen zu garantieren, gründete man 1979 eine Jugendgruppe. Othmar Morczinczyk konnte man als Nachwuchsbüttenredner-Ass gleich gewinnen, später folgten Heiko und Thilo Scheurich, Silvia Reinhard und Antje Sauer die im Zwiegespräch überzeugen konnten. Ein Jahr später folgte eine Jugendsitzung in der damaligen Schulturnhalle.
Die Jungen und Mädchen wurden von unserer Aktiven Hilde Pöschl später betreut. Sie wurden alsbald eine feste Größe in unseren Sitzungen.

1980 konnte man Robert Klement wieder als Präsident gewinnen. Im gleichen Jahr feierte man auch sein 22 jähriges Bestehen. Thomas Gottschalk als DJ war in diesem 4 tägigen Fest die Attraktion schlecht hin. Damals schon als Radiomoderator bestens bekannt zog er die Massen ins prall gefüllte Festzelt.
Aufgrund eines bis dahin geschaffenen finanziellen Polsters konnten wir 1982 endlich neue Sakkos fertigen lassen, so dass wir einheitlich in den Farben rot-weiß auftreten können.
Eine überdimensionale Narrenkappe löste unser Narrenschiff als Elferratswagen ab. Damit wurde der langersehnte Wunsch unseres inzwischen verstorbenen Wagenbauers Franz Schindler doch noch Wirklichkeit. Unter dem Motto "888 Jahre närrisches Honischland" wurde der Kreisumzug durchgeführt, der auch wie immer sehr viel Resonanz in der Bevölkerung fand.
Im Jahr 1984 übernahm Artur Schmitt das Amt des 1. Vorsitzenden. Unter seiner Führung sollte der Verein nochmals neuen Aufschwung bekommen. So wurde in Mainz ein neuer Saalschmuck gekauft. Dazu passend wurde unter großem Aufwand eine neue Bühne gefertigt, so dass wir unsere Narrhalla in einem komplett neuen Gewand präsentieren konnten.
Durch das Engagement unseres Präsidenten Robert Klement, der stets auf der Suche nach neuen Attraktionen war, wurde das Niveau unserer Sitzungen von Jahr zu Jahr besser. Auch der Narrenring Obernburg erkannte seine Fähigkeiten und wählte ihn zum Kreisvorsitzenden.
Als große Kostenersparnis erwies es sich, die Orden von der Kunstgießerei Grundhöfer gießen zu lassen. So konnte man endlich die Motive selbst kreieren. Durch die Initiative von Konrad Klug werden die Orden heute handbemalt, so dass diese Stücke bei den Karnevalisten begehrte Sammelobjekte sind.
Erstmals konnte 1985 unser Tanzmariechen Kerstin Schminke, die von Imelda Klement trainiert wurde, das Publikum begeistern. Danach wurde die Betreuung der Tanzmariechen von Heike Gerlach übernommen.
Auf internationalen Tanzboden wagte sich in diesem Jahr die Jugendgarde bei einem Besuch in unserer Partnergemeinde Santes in Frankreich. Auch hier wurden die Farben des NCV bestens vertreten, welches der Presse zu entnehmen war.
Um den stetig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, wurde eine Schulung der Gardetrainerinnen in Würzburg sowie ein Lehrgang für Präsidenten und Vorstände in Aschaffenburg besucht.
1986 durften wir bei unseren Carnevalsfreunden aus Mömlingen die Patenschaft bei der Fahnenweihe übernehmen.
Als ein Höhepunkt gilt der Auftritt des Vereins bei einem Heimspiel der Viktoria Aschaffenburg (2. Liga) vor über 8000 Zuschauern. Stürmischen Applaus hierbei gab es bei dem Showtanz der Prinzengarde in der Halbzeitpause. Aber auch die Auftritte der Prinzengarde beim Handball-Bundesligisten TV Großwallstadt vor ca.4.000 Zuschauern waren immer eine Augenweide und unsere Prinzengarde repräsentierte den NCV immer super.
1987 waren wir wieder mit dem Kreiszug an der Reihe.
Hierzu wurde unter Leitung unseres Wagen- und Bühnenbauers Konrad Klug ein neuer Prinzenwagen gebaut. Trotz eisiger Kälte verharrten die zahlreichen Besucher am Straßenrand aus. Im folgenden Jahr taten sich für den Verein große Probleme auf. Die neue Mehrzweckhalle wurde eingeweiht. Wir mussten aus unserer gewohnten Umgebung in eine dreimal so große Halle umziehen. Fragen wie:
Wie dekorieren wir die Halle?
Wie gestalten wir das Bühnenbild?
Wie wirkt sich die große Halle auf die bisher einmalige Stimmung bei den Besuchern aus?
usw.
tauchten auf. Nur eines war jedem bewusst: Um die Halle bei den Sitzungen zu füllen, mussten wir in ganz neuen Dimensionen denken. So wurde unter großen finanziellen Belastungen ein Dekorateur für die Ausschmückung der Halle beauftragt und eine Beleuchtungsfirma für die optimale Bühnenbeleuchtung hinzugezogen. Mit den Niedernberger Musikanten musste eine größere Band für den musikalischen Rahmen verpflichtet werden. Was keiner für möglich gehalten hatte, wurde wahr: Die Halle füllte sich bis auf den letzten Platz (1100), und was noch wichtiger war, die Stimmung war riesig. Um die Akustik noch zu verbessern, wurde zusätzlich eine Beschallungsfirma engagiert, so dass wir heute dem Publikum optimale Leistungen bieten können.
Ebenfalls gut besucht war der Faschingsrummel (später Rockfasching) mit der Kapelle "Change" am Faschingsfreitag. Durch diesen Erfolg und als Anerkennung für die geleistete Arbeit unserer inzwischen 100 Mitglieder wurde ein Vereinsausflug nach Kulmbach zur Starkbierwoche unternommen. Im folgenden Jahr präsentierte sich nach langer Zeit eine neue männliche Garde. Die Uniformen hierfür wurden von Niedernberger Geschäftsleuten gesponsert. Rudi Klug und besonders Paul Bleifuß machten sich für die neuformierte Männergarde stark.
1989 verlieh man Roland Lebert den Till von Franken. Die gleiche Auszeichnung erhielt Robert Klement 1 Jahr später.
Am Faschingsdienstag 1990 machte uns der Orkan Wiebke einen Strich durch die Rechnung. Eine Stunde vor dem geplanten Beginn musste der Zug wegen der Sturmböen abgesagt werden. Die ganze Arbeit umsonst. Nach anfänglich bedrückter Stimmung wurde aber dann doch noch in den Gaststätten gefeiert, wobei sich einige Gruppen nicht davon abhalten ließen durch die Straßen zu ziehen. Als Trostpflaster wurde uns der Zug vom Narrenring für 1991 wieder zugesprochen, so war die Arbeit doch nicht ganz umsonst. Doch das Jahr 1991 sollte als schwärzestes Jahr in die Geschichte des Karnevals eingehen:
Bedingt durch den Golfkrieg mussten die ganzen Faschingsveranstaltungen abgesagt werden. Diese Entscheidung brachte große finanzielle Einbußen mit sich, die wir mit unserem 33-jährigen Jubiläumsfest wieder ausgleichen wollten. Doch auch hier machte uns die Witterung einen Strich durch die Rechnung. Eine anhaltende Hitzeperiode mit Temperaturen um die 40 Grad C ließ den "Bierdurst" der Gäste auf nahezu Null sinken. Trotzdem ist dieses Jubiläumsfest den Besuchern in angenehmer Erinnerung geblieben. Unvergessen der närrische Abend und der Aufmarsch sämtlicher Honischer Prinzenpaare, die in einem Interview mit Hilbert Scheurich ihre Anekdoten zum Besten gaben.

Franz Gratzer erhielt 1991 ebenfalls den Till von Franken. Wieder ein Jahr später erhielt Rudi Klug diese höchste Auszeichnung.
Als wir in der Kampagne 1993/94 erstmals auf der Kindersitzung eine Mini Playback Show veranstalteten, konnte noch keiner ahnen welche Erfolge diese Veranstaltung nach sich ziehen würde. Angetan von dem Auftritt seiner Nichte Julia Wunderlich, schickte der 2. Vorstand Kunibert Scheurich ein Demo Band des Auftritts an die Endemol Studios, die die erfolgreiche Show im Fernsehen produzierten. Und was niemand sich erträumt hätte wurde wahr. Julia und ihre 3 Mitstreiterinnen belegten bei der Endausscheidung in den Amsterdamer Studios, als "Four Non Blondes" den ersten Platz. Doch nicht genug. 2 Jahre später gelang dieser Erfolg ebenfalls Valentina Seitz, die als "MPeople" auftrat. - Herzlichen Glückwunsch!
Ganz unerwartet verloren wir 1993 Roland Lebert. Ein tiefer Schock für den Verein nicht nur weil Roland eine große Lücke hinterließ.
1995 wurde wiederum ein arbeitsreiches Jahr für unseren Verein. Die Gemeinde Niedernberg feierte in diesem Jahr ihr 900-jähriges Bestehen. Nachdem wir im Vorjahr wieder den Zug erfolgreich ausrichteten wurde uns für dieses Jubiläum nochmals der Zug zugesprochen. Dieser Umzug vor mehr als 25.000 Zuschauern ist bis heute der erfolgreichste Umzug in der Geschichte unseres Vereins. Weiter mussten Theaterstücke einstudiert werden, die zusammen mit anderen Vereinen an den Haupttagen am Dorfplatz erfolgreich aufgeführt wurden. Diese Festtage werden sicherlich jedem, ob Mitwirkendem oder Besucher in guter Erinnerung bleiben. Im gleichen Jahr verdiente sich Artur Schmitt den Till von Franken.
1996 wurde die Kampagne von einem tragischen Unglücksfall erschüttert. Der 14-jährige Andreas Weiler kam am Rosenmontag nach dem Prinzenpaarwecken durch einen Autounfall ums Leben.
Dem Schrecken nicht genug verloren wir 1997 Rudi Klug nach langer Krankheit. Er wird ewig in unseren Erinnerungen verweilen.
Die Leitung der auf hohem Niveau stattfindenden Prunksitzungen wurde 1998 nach 25-jähriger, sehr erfolgreicher Amtszeit von Sitzungspräsident Robert Klement an Wolfgang Fecher in jüngere Hände übergeben. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen, unvergessen hierbei die "Tagesschau", wurde Robert Klement zum Ehrenpräsidenten ernannt.
2 Jahre später wurde der Generationenwechsel in der Vorstandschaft vollzogen. Nach 16-jähriger Amtszeit als 1. Vorsitzender legte Artur Schmitt die Geschicke des Vereins in die Hände des 2. Vorsitzenden Stefan Rohe. Als Würdigung seines unermüdlichen Wirkens für den Verein wurde Artur Schmitt zum Ehrenvorstand ernannt.
Nachdem wir 2001 durch tatkräftige Mithilfe von Steffen Sollorz unseren Internetauftritt unter www.ncv-helau.de verwirklichten, wurde der Bayerische Rundfunk und das Bayerische Fernsehen auf unseren Verein aufmerksam und brachte Live-Übertragungen des diesjährigen Prinzenpaarweckens.

Dass unser Verein nicht nur in den Kampagnen aktiv ist, durch Sitzungsbesuche bei anderen Karnevalsvereinen oder Festen, sondern auch sportlich, zeigt sich durch die Teilnahmen an den Ortsmeisterschaften und durch die sehr erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen Gardeturnieren (Prinzengarde, Männerballett, Kindergarde).
2002 wurde in einem 5.000 Personen fassenden Festzelt die 44 jährige Vereinsgründung 4 Tage lang zünftig gefeiert. Das Zelt war 4x rappelvoll und die Gäste waren vom Dargebotenen begeistert. An diesem Fest wurden Christian Braun, Franz Gratzer und Albert Seitz  zu Ehrenmitglieder ernannt. Höhepunkte waren festfreitags die Alpenrebellen sowie unser bunter Abend Festsonntags.
Ein kleiner Wehrmutstropfen war, dass der finanzielle Gewinn sehr bescheiden war. Die Kosten für das komplette Fest waren trotz zahlreicher Helfer enorm.
Auch dieses Jubiläumsjahr geht wieder als arbeitsintensives Jahr in unsere Annalen ein. Nach dem letztjährigen Umzug mussten wir aus Gründen der Nachbarschaftshilfe (Kanalbau) für den KCV in die Bresche springen und den Umzug erneut durchführen.
2003 wurde dem Mitglied Walter Sollorz der Till von Franken verliehen.

Neubau des Vereinsheims "Narrhalla"

Ein Meilenstein in der Geschichte des NCV wurde 2004 der Neubau der Narrhalla, des eigenen Vereinsheims.
Bedingt durch die Problematik mit Proberäumen für drei Tanzgarden, Männerballett, NCV-Sänger, Golden-Girls usw. und das Anmieten verschiedener Scheunen für die Unterstellung der Faschingswägen, Lagerung der Deko, Technik usw. war der Wunsch nach etwas "eigenem“ sehr groß. Im Gespräch mit Bürgermeister Jürgen Reinhard signalisierte dieser, dass man auf der Basis "Erbpacht" in der Nachbarschaft der Hans-Herrmann-Halle ein Grundstück von der Gemeinde bekommen könnte. Also packte man es an. Vorab stellte eine kleine Gruppe von 5 Mann eine Kostenschätzung in mühevoller Arbeit zusammen. Am 07.09.2000 trafen sich 71 Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung in der Mainaussicht in welcher der Ehrenpräsident die Planung, Kostenschätzung und Finanzierung vorstellte.  Bei der anschließenden Abstimmung waren 65 Mitglieder für das Bauvorhaben bei 6 Gegenstimmen. Es konnte also losgelegt werden.
Unter Robert Klement wurde ein Bauausschuss gebildet dem 1.Vorstand Stefan Rohe, 2.Vorstand Othmar Morczinczyk, Kassier Kunibert Scheurich, Peter Kilzer, Hans Brendler, Walter Sollorz und Horst Bechtel angehörten. In der folgenden Versammlung wurde beschlossen das Kredite bis höchstens 200.000 DM = 103.000 EUR aufgenommen werden dürfen. Daraus resultierte das sehr viel Eigenleistung erforderlich war. Was diesbezüglich geleistet wurde war gigantisch. 118 Mitglieder leisteten 8.400 freiwillige Stunden. Darunter war Spitzenreiter mit 1.256 Stunden Walter Sollorz gefolgt von Helmut Gyhra mit 1.197 Stunden und Kunibert Scheurich mit 1.084 Arbeitsstunden.

Es wurde ein tolles und funktionstüchtiges Haus welches beim Einweihungsfest am 25.07.2004 von den vielen Gästen bestaunt wurde.
An dieser Stelle sei unserem Bürgermeister Reinhard mit seinen Gemeinderäten und der Gemeindeverwaltung ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Ebenfalls ein Dankeschön an unsere Mitbürger und den freiwilligen Helfern.
Unser Sommerpicknick, welches jedes Jahr stattfindet, sowie die gelungenen Vereinsausflüge, sollen eine kleine Entschädigung für die viele geopferte Freizeit sein.
Dank der guten Zusammenarbeit zwischen der Vorstandschaft und den bis heute fast 300 Mitgliedern steht der NCV heute so da, wie man ihn sicher vor 55 Jahren gerne gesehen hätte.
Die Folgejahre (ab 2004) waren ebenfalls erfolgreich für den Verein. Unter der Führung von Vorstand Stefan Rohe, 2.Vorstand Othmar Morczinczyk und Präsident Wolfgang Fecher gelang es alljährlich viele Gäste auf unseren Veranstaltungen zu begrüßen.
Auch machten die Trainerinnen der Garden, des Männerballetts, der NCV-Sänger sehr gute Arbeit und Heribert Englert ist seit vielen Jahren immer ein alljährlicher Volltreffer.
Die Tatsache, dass nach wie vor die Warteliste für die Kindergarde gut gefüllt ist, macht auch für die Zukunft zuversichtlich.
Einzig Büttenredner dürften es ein paar mehr sein die wir einsetzen können. Es wird halt immer schwieriger das Publikum mit begeisterten Reden zu verzaubern. Die Medien in der heutigen Zeit macht uns die Arbeit bestimmt nicht leichter.
Die Höhepunkte in dem Zeitraum vom 44-jährigen Vereinsjubiläum bis zum jetzigen 55-jährigen Fest waren neben dem bereits erwähnten Bau der Narrhalla das 50-jährige Vereinsbestehen, wo wir vier verdiente Mitglieder (Hilde und Erich Pöschl, Friedbert Klug und Walter Sollorz) zu Ehrenmitgliedern ernannten. Trumpf ist auch immer noch der vergangene Kreiskarnevalsumzug, der alle drei Jahre über 20.000 Zuschauer nach Niedernberg lockt. Seit 2007 gibt es alljährlich eine spezielle Sitzung nur für die Frauen im Pfarrheim. Unter der jetzigen Leitung von Susanne Becker-Dürl gilt diese mittlerweile als Talentschmiede für manchen Künstler und mancher Darbietung. Um an die begehrten Karten zu kommen, stehen die Damen bis zu 24 Stunden an der Vorverkaufsstelle (Raiffeisenbank) an.

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